Über Felder laufen im Winter

Zwischen Stommeln und Rommerskirchen

Beim Laufen höre ich nur meinen Atmen. Ich höre mich. Nichts lenkt ab. Wenn ich mich hören, merke ich, dass ich lebe. Bleibe ich stehen, so höre ich nichts. Oder besser gesagt, doch, ich höre die Natur. Der kühle Wind, der an meinen Ohren vorbei pfeift, ein Greifvogel schreiend in der Ferne, das Rauschen der Bäume. Es ist so friedlich still, dass ich keinen Umweg gehen muss um bei mir anzukommen. Kein Yoga, keine Gespräche, keine Bücher, keine Ideologien. Ich bin einfach da, mit beiden Füßen auf dem Boden. Wenn ich hier bin, brauche ich nicht mehr. Mir fehlt nichts, ich habe alles. Das Gefühl in die Natur rein zu gehen, einfach zu laufen, den Kopf frei zu bekommen, an nichts zu denken und nur Erde, Himmel und Nebel zu sehen, gibt mir alles was ich brauche in diesem Moment. Ich bin jedes Mal auf´s Neues erstaunt, wie sehr ich mit dieser meiner Heimat verbunden bin. Bin ich hier, komme ich runter. Und all die Gedanke, den Stress und den Besitz aus der Stadt lasse ich gleichgültig hinter mir.

Daniela Klütsch

Hinter Landlinien steckt vor allem das Gesicht von mir, Daniela Klütsch. In meinem Blog Landlinien möchte ich über jene Routen berichten, die ich selber bereist habe. Den Anstoß zu diesem Blog gab mir das Buch „100 legendäre Reiserouten“ und meine Tour auf dem Jakobsweg Anfang 2009. Seitdem schreibe ich hier über das Reisen und Wandern in der Natur. Was mich neben Landlinien sonst beschäftigt, hier mehr über mich.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Daniele,

    die gleichen Gedanken und Empfindungen hatte ich auf meiner gestrigen Tour in der verschneiten Eifel auch. Es ist ein herrliches Gefühl.

    LG Michael

  2. Die Fotos erinnern mich an die Winter meiner Kindheit auf dem platten Land in Niedersachsen. Leider wird es ja heutzutage kaum noch richtig winterlich in Deutschland.

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