Unsere 10 Highlights auf Mallorca

Von Portals Vells zum Leuchturm „Cap de Cala Figuera“

Mallorca, keineswegs nur Ballermann und Sangria-Eimer, sondern viel mehr Sonneninsel, Wanderoase und Wechselspiel der Landschaften. Im Herbst 2013 bekam ich im Rahmen eines Yoga-Retreats einen ersten Eindruck davon, welch versteckte Schönheiten die größte Insel der Balearen zu bieten hat. Am Fuße der Serra de Tramuntana, dem etwa 15 km breiten Gebirgszug Mallorcas, wohnten wir fürstlich in einer Finca in der Nähe von Caimari. Neben täglichen Yogastunden gab es damals auch Wanderungen ins Gebirge wie z.B. zum Cuberstause oder auf Teilen des Fernwanderwegs GR221. Die rauen Felsen und gleichzeitig üppige Natur, der weite Blick vom Puig de l’Ofre und die Ursprünglichkeit der Bergdörfer ließen mich bereits vor 3 Jahren in diese Insel verlieben, und zurückkehren. Im Mai diesen Jahres nahmen Nick und ich uns fast 2 Wochen Zeit, um Mallorcas Berge, Küsten, Städte und Kulinarik zu erkunden. Über 70 km sind wir gewandert, mehr als 1.800 Fotos haben wir gemacht und jeden Tag eine neue Ecke entdeckt. Welche das waren? Hier unsere 10 persönlichen Highlights auf Mallorca.

Traumort: Sant ElmFischerdorf „Sant Elm“

Müsste ich (m)einen Traumort auf Mallorca wählen, so wäre es Sant Elm (oder auch San Telmo genannt). Schon bei unserem ersten Besuch dort wusste ich: hier her komm ich wieder. Touristen sind hier zwar schon unterwegs, aber wenn nur Wenige und dann die entspannte Sorte. Als hätte das Meer den Ort geformt, schmiegen sich die kleinen Fischerhäuser zurückhaltend die Küste entlang. Immer wieder bieten kleine Wege einen Zugang zum Meer, so dass man sich kaum entscheiden kann wo es am Schönsten ist.

La TrapaWanderung zur Klosterruine „La Trapa“

Unsere erste Wanderung führt von dem idyllischen Fischerdorf „Sant Elm“ hoch in die südliche Tramuntana. Durch einen zunächst schattigen Wald geht es bald schon 500 Meter bergauf die Felsen entlang bis zur Klosterruine „La Trapa“. Im Jahr 1810 wurde die Anlage von Trappisten gegründet und fortan ausgebaut. Sehr gut nachvollziehbar, allein bei dem wunderbaren Blick auf die Insel „Sa Dragonera“ und das türkisblaue Meer. Als Wanderung zum Einstieg: perfekt!
Hier geht´s zum Bericht…

Spanisch (Fisch) essen bei „Las Olas“ in Santa PoncaEssen bei „Las Olas“ in Santa Ponca

Das mit den Geheimtipps ist ja immer so eine Sache… gerade weil wir nach einem Reiseführer-Tipp einmal nicht so gut gegessen haben (in der Cala Deia), möchten wir Euch das dafür um so bessere Las Olas in Santa Ponca nicht vorenthalten. Etwas abseits vom Zentrum und schön ruhig am Wasser gelegen, erreicht man das Restaurant über einen kleinen Spaziergang am rechten Ufer. Die Paella ist ein Traum, die Tapas exquisit und die Preise moderat. Einfach ausprobieren!

Salinen und Traumbuchten am SüdcapSalinen und Traumbuchten am Südcap

Einer der schönsten Buchten Mallorcas entdecken wir am Südcap. Nach einem kurzen Abstecher bei „Ses Salines d’Es Trenc“, wo das bekannte Flor de Sal gewonnen wird, wandern wir auf zwei verschiedenen Strecken die Küste entlang. Einmal von Colonia de Sant Jordi zum 6 km langen Südseestrand „Es Trencs“ und vom südlichsten Punkt der Insel, dem „Cap de ses Salines“ zur Schneckenbucht „Platja des Caragol“. Beide wunderschön, stellenweise einsam und immer wieder türkis, blau, grün.
Unser Beweis in Wort und Bild…

Cala de EstellencesCala de Estellencs

Auch wenn man Mallorca Bestens mit dem Bus erkunden kann, sind wir froh über unseren Mietwagen und die Möglichkeit noch so versteckte Bergdörfer der Tramuntana in Ruhe erkunden zu können. Banyalbufar, Valldemossa, Soller, Fornalutx… alle ähnlich, aber jedesmal anders. Auch ihre Buchten. Die von Estellencs nehmen wir uns heraus und wandern vom Dorfkern runter zum Wasser und wieder hoch. Besonders reizvoll ist der Einblick in die bewirtschafteten Stufenfelder, die man hier immer wieder sieht.

Tierreich rund um den Cuber StauseeTiere rund um den Cuber Stausee

Wieder ganz anders ist die Landschaft rund um den Cuber Stausee. Das mag zum Teil auch an dem verregneten Wetter gelegen haben, doch alleine der Schutz der Natur löst so manche Wunder aus. Weit ab vom Tourismustrubel haben hier verschiedenste Tierarten Raum sich auszubreiten. Friedlich trotten Schafe und Esel über den Weg, klettern Ziegen die Felsen empor und zwitschern Vögel durch die Wälder. Mitten im Gebüsch entdecken wir dann noch ein grasendes Pferd und im See eine Art „Seemonster“.
Weiterlesen und das Monster entlarven…

Kulinarischer Spaziergang durch PalmaKulinarischer Spaziergang durch Palma

Ein weiteres Mal kulinarisch wird es in Palma. Hier essen wir uns – zugegebenermaßen – von einem Ort zum nächsten. Angefangen vom Mercat de l’Olivar, in dem man alleine vom Hinsehen schon Hunger bekommt. Es empfiehlt sich mit leerem Magen zu kommen und vollem Rucksack zu gehen. So lecker und frisch kann man sich ein Picknick kaum woanders zusammenstellen. Ganz besonders heimisch und bunt lässt sich ein Cortado in der Bar Coto genießen. Warum genau da? Das müsst ihr selbst herausfinden!

Serpentinen, Schlucht und Südssebucht: Sa CalobraDie Schlucht von „Sa Calobra“

Den Atem einmal mehr raubt uns die Fahrt runter zu „Sa Calobra“. Alleine die Serpentinenstraße, 1932 erbaut von dem italienischen Ingenieur Antonio Paretti, hat es in sich… für den Fahrer als auch den Beifahrer. Wir erwischen eine besonders gute, „leere“ Zeit und begegnen (Gott-sei-Dank) nur einem Reisebus. Die Aufregung wird belohnt mit einer mystisch anmutenden Schlucht, die zu Abenteuern und Spekulationen einlädt. Ob sich hier damals Schmuggler versteckt haben?
Unser Bericht zu dieser Tour…

Von Portals Vells zum Leuchturm „Cap de Cala Figuera“Portals Vells & Leuchturm „Cap de Cala Figuera“

Unser absoluter Favorit auf dieser Reise war die Wanderung samt Buchten bei Portals Vells. So viel Abwechslung und Aktivitäten auf einem kleinen Fleck… traumhaft! Nachdem wir uns satt geknipst haben von den türkisblauen Buchten, erforschen wir die Höhlen der „Cova de la Mare de Deu“, einem ehemaligen Steinbruch. Von dort aus führt einem Klippenwanderung zum etwa 3 km südlich gelegenen Leuchtturm „de Cala Figuera“. Auch hier erkunden wir einen alten Bunker bis es dann zurück zum Schnorcheln in die Buchten geht.

Parc Natural de S’AlbuferaParc Natural de S’Albufera

Das Naturschutzgebiet im Nordosten der Insel bietet auf einer Fläche von circa 1647 Hektar enorm viel Platz für Pflanzen und Tiere. Hier wurden alleine 271 verschiedenen Vogelarten gezählt, was mehr als 2/3 aller auf den Balearen vorkommenden Vogelarten ausmacht. Schon nach ein paar wenigen Metern im Park hört man das auch: das reinste Vogelkonzert! Auf strammen 15 km umrunden wir das Gelände, durch Sumpflandschaften hindurch, über Brücken und mit weiten Blicken von den Aussichtstürmen aus.

Dies war nur ein kurzer Einblick in das, was wir erlebt und erforscht haben. In Kürze dann bald mehr im Detail zu unseren Wanderungen und Erkundungen. Wer vor ab schon mal Lust hat sich Inspirationen zu holen, bei komoot haben wir alle Wanderungen aufgezeichnet.

 

Daniela Klütsch

Hinter Landlinien steckt vor allem das Gesicht von mir, Daniela Klütsch. In meinem Blog Landlinien möchte ich über jene Routen berichten, die ich selber bereist habe. Den Anstoß zu diesem Blog gab mir das Buch „100 legendäre Reiserouten“ und meine Tour auf dem Jakobsweg Anfang 2009. Seitdem schreibe ich hier über das Reisen und Wandern in der Natur. Was mich neben Landlinien sonst beschäftigt, hier mehr über mich.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Daniela, danke für die vielen Tipps. Ich dachte auch lange, dass Mallorca nur aus Ballermann bestehe und ansonsten nur Promis und Auswanderer dort in Villen und Fincas leben. Bis ich letztes Jahr im Frühjahr mit einem Freund dort war. Landschaftlich war ich vor allem von den vielen Mandelbäumen angetan, die in Rot und Weiß leuchteten. So etwas hatte ich bis dahin nicht gesehen. Auf dieser Seite gibt’s für Interessierte ein paar mehr Informationen zur Mandelblüte: https://www.marcelremusrealestate.com/blog/artikel/mandelbluete-2017-auf-mallorca-erleben/

  2. Hallo Julia,

    freut mich zu lesen, dass Dir der Reisebericht gefallen hat und auch vielen lieben Dank für den Tipp mit der Mandelblüte. Du schreibst, dass Du dachtest Mallorca würde zum Teil nur aus Auswanderer bestehen, die in Villen und Finca leben. Ist der Link den Du hier gepostet hast nicht auch eine Agentur für Luxusvillen? Hast Du dort Deinen Urlaub verbracht? Fände ich dann ehrlich gesagt etwas widersprüchlich.

    Viele Grüße,
    Daniela

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